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	<title>web2lernen &#187; prekariat</title>
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	<description>Lernen und Verlernen im Web20</description>
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		<title>zusammen-arbeiten &#8211; authentisches persönliches wissensmanagement</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 20:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko Idensen</dc:creator>
				<category><![CDATA[medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[schreibparadigma]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Software]]></category>
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		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>clipped from <a href="http://www.weiterbildungsblog.de/2005/10/28/what’s-in-it-for-me-uber-den-nutzen-von-weblogs-fur-wissensarbeiter/">http://www.weiterbildungsblog.de/2005/10/28/what’s-in-it-for-me-uber-den-nutzen-von-weblogs-fur-wissensarbeiter/</a></strong></p>
<p><span>Die diskursiven Operationen der Buchkultur (Recherchieren, Verweisen, Referenzieren &#8230;) vollziehen sich in der Blogosphäre in den sozialen Prozessen der Serveroperationen:</p>
<blockquote><p><span style="color:#0000ff;">Zur Schwierigkeit, wissensbasierte Arbeitsprozesse zu beschreiben oder gar zu messen, trägt auch bei, was als „Interrelatedness of Knowledge Work Processes and Social Context“ [7] bezeichnet werden kann. Die einzelnen Schritte von Knowledge Work hängen unmittelbar zusammen und können nur analytisch, nicht praktisch voneinander getrennt werden. Das Finden und Interpretieren einer Information kann zu einer erneuten Suche nach weiteren Informationen führen. Eine Unterhaltung mit einem Kollegen kann gleichzeitig den Hinweis auf einen Artikel in einer aktuellen Fachzeitschrift, eine neue Idee für die eigene Präsentation bringen und darüber hinaus das Netzwerk persönlicher Beziehungen pflegen.</span></p></blockquote>
<p>Das &#8220;Suchen und Finden&#8221; von &#8220;interessanten Informationen&#8221; und das Aufladen und Anreichern dieser Informationen zu &#8221; WIssen&#8221; &#8211; das persönliche Aneignen von Informationen ist Quelle und Kraft, Ziel und Motor der Aktivität des Bloggens. Ohne das Bloggen bleiben die Informationenim Netz, wie auch der unablässige Output der Massenmedien &#8220;sinnlos&#8221;, viral, selbstrefen ziell &#8211; insofern reagiert der Blogger in einem höchst individuellen Akt auf die Referenzlosogkeit des postmodernen Wissens, auf den &#8220;Tod des Autors&#8221; und dem  Information Overkill &#8230;</p>
<blockquote><p><span style="color:#0000ff;">Die Attraktivität von Weblogs, so die These, rührt daher, dass sie von vielen als Antworten auf diese Schwierigkeiten gesehen werden. Weblogs unterstützen die Arbeits- und Kommunikationsprozesse von Knowledge Workern, sie können von diesen nach eigenen Bedürfnissen eingesetzt und gestaltet werden, und sie liefern nicht zuletzt Rückschlüsse auf die Prozesse der Wissensarbeit selbst.</span></p></blockquote>
<p>Schon in den Visionen der Hypertextpioniere und im technischen Grundkonzepts des www enthalten, konnte sich das BLOGGEN medienhistorisch erst nach dem Platzen der ersten Dotcomblase als &#8220;Massenmedium&#8221; durchsetzen &#8211; und es schlägt somit den Bogen von den extremen Externalisierungsprozessen des Wissens in Datenbanken und Netzwerke wieder zurück in den Wirkungsbereich und die Aktionsphäre des einzelnen Users &#8211; der jetzt gar nichts mehr er-finden und neuschaffen muss, um sich als Autor einen &#8220;Namen&#8221; zu machen, sondern finden, ver-binden .. eben &#8220;posten&#8221; kann:</p>
<blockquote><p><span style="color:#0000ff;">Weblogs werden vor allem genutzt, um Ideen aufzugreifen, zu kommentieren und zu verlinken. So entsteht die blogtypische, chronologisch geordnete Liste von Einträgen. Suchfunktionen und das einfache Anlegen von Kategorien, denen Einträge zugeordnet werden können, gehören zu den Standardfunktionen der Weblog-Software. Sie erlauben das Organisieren, Archivieren und Wiederauffinden von Informationen nach individuellen Bedürfnissen.</span></p></blockquote>
<p>Und genau diese &#8220;individuelle Stimme&#8221; ist das, was das Bloggen interessant macht, und was das Web insgesamt endlich zum read/write-Web macht &#8211; und die Operationen, die in der aufsteigenden Netzkultur der 90er Jahre Medienkünstlern und Hackern vorbehalten war, jetzt auf breiter Basis für alle verfügbar macht &#8211; die Texte, die im Netz zirkulierenwerden per se zu &#8220;lernenden Texten&#8221;: Zusammenhänge, Kontexte, Sichtweisen, Interpretaionen, Kommentare werden im Bloggen erzeugt. Nicht umsonst feiern Visualisierungstools, Mindmapping und Gruppenprozesse, wie sie in den Sozialtechniken der 80er Jahre in  politischen Zusammenhängen der Gegenkultur zur Anwendung kamen, eine &#8220;Wiederauferstehung&#8221; im NetWeb 2.0: Das &#8220;Unsichtbare&#8221;, Anonyme, der leere Zwischennraum zwischen den Texten, ebend das , was u.a. durch Hacking und die &#8220;interaktive&#8221; Medienkunst der 90er Jahre thematisiert und bearbeitet wurde, wird jetzt &#8211; fast möchte ich sagen &#8220;unmittelbar&#8221; sichtbar:</p>
<blockquote><p><span style="color:#0000ff;">1.3 Weblogs als „knowledge/ learning journals“<br />
Weblogs machen die Entwicklung ihrer Autoren, ihre Arbeitsweise und Lernprozesse transparent. Insofern wird Knowledge Work in Teilen wieder sichtbar. Weblogs mit regelmäßig gepflegten Einträgen können den Konstruktionsprozess von Wissen und damit die Arbeits- und Lernkarrieren ihrer Autoren nachvollziehbar machen. Für die Autoren von Weblogs entsteht wiederum ein Arbeitsjournal und Lerntagebuch, das sie als Referenz ihrer Kompetenzen wie auch als Instrument zur Selbstreflexion einsetzen können.</span></p></blockquote>
<p>Das Selbst findet sich also einerseits wieder im Bloggen &#8211; und es wird auch noch gefunden von anderen &#8230; und in dieser Doppelfunktion &#8221; an der Schnittstelle&#8221; wird der Blog zum &#8220;Filter&#8221; und der Blogger zum &#8220;Gatekeeper&#8221; &#8230;</p>
<blockquote><p><span style="color:#0000ff;">1.4 Weblogs als “information resources”<br />
Betrachtet man Weblogs aus der Perspektive ihrer Nutzer, rücken die Aspekte der Informationsrecherche und Lokalisierung von Experten in den Vordergrund. Für viele Nutzer eröffnen Weblogs heute bereits einen unverzichtbaren Zugang zu aktuellen und peer-geprüften Informationen und stellen eine wertvolle Erweiterung traditioneller Ressourcen dar. Weblogs bieten zwei Vorteile: Wie traditionelle Medien sind sie Informationsfilter. Weblog-Autoren fungieren als Gatekeeper, die aus der Fülle von Informationen nach persönlichen, aber transparenten Vorlieben selektieren. Über traditionelle Medien hinaus können Weblogs jedoch einen Kontext herstellen, der auch gegensätzliche Meinungen und Diskussionen unmittelbar einbezieht und direkt auf diese verlinkt.</span></p></blockquote>
<p>&#8230; wobei die Frage, er er dabei wirklich auch in den Wertschöpfungsprozeß eingebunden (des Web 2.0) eingebunden ist durchaus noch ungekärt ist: die User generieren in der Regel den &#8220;Content&#8221; umsonst &#8211; und es verdienen daran &#8230; ja, wer wohl? &#8211; Google, Netzbetreiber und Konsorten &#8230;</p>
<p>(vgl kritisch zu den &#8220;prekären&#8221; ökonomischen Strukturen des Web 2.0 ein Kommentar des Datenschnutz Blogs über Geert Lovinks Buch &#8220;Zero Comments. Bloggin and critical Internet Culture&#8221;:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-06/geert-lovink-ueber-web-20-frei-heisst-nicht-gratis/">Geert Lovink über Web 2.0: frei heißt nicht gratis</a></p>
<p></span></p>
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